Gemeindeentwicklung in Holzmaden

Unser Kirchengemeinderat hat sich im Frühjahr 2008 darauf verständigt, einen Gemeindeentwicklungsprozess durchzuführen. Ziel dieser Initiative ist es, gemeinsam mit der Gemeinde herauszufinden, welche Schwerpunkte wir in der kirchlichen Arbeit in den nächsten fünf bis sieben Jahren legen möchten.

 

Die Kirchengemeinderäte haben gemeinsam mit rund zehn weiteren Gemeindegliedern und einer Moderatorin über einen Zeitraum von 18 Monaten Mission und Zukunftsbild der Evangelischen Kirchengemeinde Holzmaden entworfen und formuliert.

 

Dieser Beitrag stellt die Ergebnisse der Arbeit vor und soll als Orientierungshilfe für zukünftiges Entscheiden und Handeln dienen.

Was ist die bleibenden Aufgabe der Kirchengemeinde?

Um Schwerpunkte für die tägliche Arbeit definieren zu können ist es zunächst notwendig, die bleibende Aufgabe der Kirchengemeinde zu benennen:

 

„Die bleibende Aufgabe unserer Kirchengemeinde ist es einerseits, das Glaubenswachstum der Gemeindeglieder zu fördern und andererseits als einladende Kirche auch eine Außenwirkung zu haben. Beides geschieht dadurch, dass wir miteinander Gott loben, Gemeinschaft halten, dem Nächsten dienen und Jesus in der Welt bezeugen.“

Wie stellen wir uns die Zukunft vor?

Wie kann man sich eine Kirchengemeinde vorstellen, die ihre bleibende Aufgabe so versteht? Welche Bilder fallen uns ein, wenn wir an die Kirchengemeinde Holzmaden in fünf bis sieben Jahren denken? Mithilfe dieser Fragestellungen haben wir auf einer Klausurtagung für vier Aufgabenschwerpunkte folgende Zukunftsbilder entworfen.

 

(1) Gott loben – Wir sind eine lebendige Gemeinde mit einem zentralen Treffpunkt, dem Got-tesdienst. Der Gottesdienst beinhaltet die Auslegung von Bibeltexten, Gebet, Lobpreis und stellt Jesus in den Mittelpunkt. Der Gottesdienst wird von allen Gemeindegliedern gut besucht und ist eine Grundlage für geistliches Wachstum und Zurüstung für den Alltag.

 

(2) Gemeinschaft halten – Wir sind eine Gemeinschaft unterschiedlicher Menschen, die sich gegenseitig annehmen, akzeptieren und aufeinander achten. In dem, was wir tun, wird erkennbar, dass uns der Glaube an Jesus Christus verbindet. So entwickeln wir Anziehungskraft für andere Menschen. Unsere Gemeinschaft wird sicht- und fühlbar in unserer Sprache, in wiederkehrenden kirchlichen Festen und Veranstaltungen, und insbesondere im Handeln jedes Einzelnen.

 

(3) Dem Nächsten dienen – Wir wollen uns gegenseitig wahrnehmen, miteinander Leben gestalten und füreinander da sein. Das heißt insbesondere, einander einzuladen und zu besuchen, miteinander reden und zu beten, einander zu helfen und zu ermutigen, miteinander zu leiden und zu trauern.

 

(4) Jesus in der Welt bezeugen – Wir leben glaubwürdig. Mit unseren vielfältigen, aber fokussierten Angeboten in der Gemeinde schaffen wir Möglichkeiten, um Jesus in der Welt zu bezeugen.

Welche konkreten Ziele verfolgen wir?

Diese Zukunftsbilder beschreiben, wie wir uns die Kirchengemeinde Holzmaden in fünf bis sieben Jahren wünschen würden. Sie beschreiben noch keine Ziele und auch nicht den Weg, den wir beschreiten müssen, um diesen Zustand zu erreichen. Welche konkreten und messbaren Ziele leiten uns also künftig?

 

Welche Maßnahmen sorgen dafür, dass wir diesen Zukunftsbildern näher kommen? Und vor allem: Wer kann mithelfen, diese Ziele zu erreichen? Diese Fragen haben wir uns im Herbst 2009 gestellt und auf Basis der Zukunftsbilder zunächst Ziele formuliert, diskutiert und schließlich bewertet.

 

(1) Kommunikation der Ergebnisse des Gemeindeentwicklungsprozesses bis März 2010. Unsere erste Aufgabe ist es, die Ergebnisse der bisherigen Überlegungen vorzustellen und die Gemeinde mit hineinzunehmen in die Planung von Zielen und Aktivitäten. Dies erfolgt durch Dokumentation und im Rahmen der Visitation durch die Dekanin.

 

(2) Zur Vorbereitung des Gottesdienstes wird ein Gottesdienstteam bis März 2010 aufgebaut. Unser Ziel ist es, mehr Besucher für unsere Gottesdienste zu gewinnen.

 

(3) Um unsere Gemeinschaft weiter zu stärken, bauen wir – gegebenfalls auch in Kooperation mit bestehenden Angeboten – zwei zusätzliche Veranstaltungen auf.

 

(4) Wir möchten bestehende Mitarbeiter stärken und neue Mitarbeiter gewinnen. Bis Juni 2010 sammeln wir Ideen, wie Mitarbeiter für kirchliche Arbeit gewonnen - bzw. wie bestehende Mitarbeiter besser gefördert werden können.

 

(5) Um Konfirmanden besser in die Gemeindearbeit zu integrieren, erstellen wir bis Februar 2011 ein Konzept für ein Konfi-Gemeindepraktikum.

 

(6) Wir sammeln bis Juni 2010 Ideen, welche diakonischen Dienste im Dorf sinnvoll und umsetzbar sind.

 

(7) Wir sehen unseren Auftrag als Bildungspartner in Holzmaden, und wollen diesen Auftrag in der Trägerschaft des Kindergartens wahrnehmen.

 

Wenn Sie sich angesprochen fühlen und mithelfen möchten, wenden Sie sich bitte an Pfarrer Andreas Taut (andreasdontospamme@gowaway.taut.de). Wir freuen uns auf Ihre Mithilfe.