HOPE - Eine afrikanische Geschichte

„Ja, man kann ein Slum-Kind aus der Armut retten“ sagen die Autoren Helmut Jost (Musik) und Ruthild Wilson (Texte). Und: “Weil wir mit eigenen Augen gesehen haben, dass es wirklich funktioniert, haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, andere einzuladen, auch zu Lebensrettern zu werden.“
In dem multimedialen Bühnenstück HOPE erzählen Helmut Jost und Ruthild Wilson unterstützt von ihrer Band Gospelfire, allesamt professionelle Könner ihres Fachs sowie dem Gospelprojektchor Holzmaden unter der Leitung von André Moselewski, in 16 Gospelsongs, Popballaden und rockigen Hits in afrikanischem Gewand optisch unterstützt durch eine beeindruckende Bild-Projektion und durch Filme (Steve Volke) die Geschichte eines Jungen, der in ärmlichste Verhältnisse hineingeboren wird und dessen Leben von vorne herein zum Scheitern verurteilt ist. Schon bei seiner Geburt weiß die alleinerziehende Mutter, dass sie ihrem Kind außer ein paar guten Wünschen (Flieg kleiner Vogel, flieg) nichts bieten kann.
So ist der Lebensweg in Kinderarbeit (Blutegel), Kriminalität (Ohne Respekt), Flucht (Sag mir wohin) oder Extremismus (Treibt den weißen Mann ins Meer) schon vorgezeichnet.
Doch sein Leben verändert sich radikal, als er in ein Patenschafts-Programm des Kinderhilfswerkes „Compassion“ aufgenommen wird. Zum ersten Mal in seinem Leben bekommt er einen richtigen Namen (I’ve got a name), wird mit Schulbildung (School’s out), Kleidung und Essen versorgt (Ihr gabt mir Leben) und lernt durch die Zuwendung derer, die sich vor Ort um ihn kümmern und durch die beständige Hilfe seiner Pateneltern, dass es einen liebenden Gott gibt, der ihn nie aus dem Blick verloren hat. (Sunday Morning; Alles was zählt)
Endlich darf auch er von einem gelingenden Leben träumen (Stell dir vor, irgendwann).
So wird er als jemand, der durch die Hilfe seiner Pateneltern eine Ausbildung abgeschlossen hat, zu einem lebendigen Zeugnis dafür, dass eine Patenschaft kein „Tropfen auf den heißen Stein“ ist, sondern das Leben eines Kindes radikal verändern kann. Und weil die Patenkinder in der Regel in ihren Heimatländern zu wertvollen Stützen der Gesellschaft werden (Ihr gabt mir Leben, jetzt will ich geben) ist „HOPE“ auch ein Lehrstück für „Hilfe vor Ort“ und gelungene Fluchtprävention. Ein Kind aus der Armut zu retten bereichert das Leben beider- das des Kindes und der Pateneltern (Zum Geben bereit).